Die Religionswissenschaftlerin Prof. Dr. Bärbel Beinhauer-Köhler bei den Dreharbeiten eines „PhilippsClips“ im Innenhof der Alten Universität. In dem Clip erläutert sie, weshalb fremde Religionen besonders gut für populistische Zwecke vereinnahmt werden können. (Quelle: Tatjana Rerich)Mit einer neuen Videoreihe will die Philipps-Universität sich in aktuelle Debatten einschalten, verlässliche Informationen zu gesellschaftlich relevanten Themen bereitstellen und so einen Beitrag gegen Fake News und steigende Wissenschaftsskepsis leisten. Die ersten drei Folgen der „PhilippsClips“ sind seit Mitte Januar auf dem Youtube-Kanal der Universität online. Bis einschließlich Juni 2020 wird jeden Monat eine weitere Folge dazukommen.

Die erste Staffel der „PhilippsClips“ widmet sich dem Thema Populismus und besteht aus acht Folgen. In jedem Clip gibt eine Wissenschaftlerin oder ein Wissenschaftler der Philipps-Universität einen kurzen Einblick über die Forschung und Erkenntnisse ihres Fachs zum Thema.

Prof. Dr. John Kannankulam aus der Politikwissenschaft erläutert zu Beginn der Reihe den Begriff Populismus. Die Gräzistin Prof. Dr. Sabine Föllinger berichtet in Folge 2, dass schon im antiken Griechenland die besten Redner den größten Einfluss hatten. In Folge 3 gibt der Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Rolf Kreyer eindrückliche Beispiele dafür, welche sprachlichen Mittel Populisten einsetzen, um zu überzeugen. Weitere Folgen der „PhilippsClips“ werden Erkenntnisse der Sozialpsychologie, der Amerikanistik, der Religionswissenschaft, der Demokratieforschung und der Pädagogik anreißen. Hinweise auf weitere seriöse Informationen zu und über Populismus ergänzen die Videos der Forscherinnen und Forscher.

Die Idee zur Videoreihe entstand bei einem interdisziplinären Zukunftsforum der Philipps-Universität im Jahr 2018. „Wir haben überlegt, wie wir dazu beitragen können, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft anzuregen, wie wir aktuelle Forschungserkenntnisse nicht nur an Fachkolleginnen und -kollegen kommunizieren, sondern direkt in die Öffentlichkeit bringen können“, erläutert Prof. Dr. Carmen Birkle, Dekanin des Fachbereichs Fremdsprachliche Philologien. Koordiniert von der Stabsstelle „UMR 2027 – Interaktion in Forschung und Lehre ausbauen“ haben Mitwirkende aus verschiedenen Einrichtungen und Fächern der Philipps-Universität Marburg das Konzept der Reihe erarbeitet und umgesetzt.

„PhilippsClips” auf Youtube:https://www.youtube.com/playlist?list=PLLmr_XhQwwKMDgpa0E2HPpXPFLzoWIPmA