Landkreis Gießen LogoBundesweit soll es eine flächendeckende Breitbandversorgung bis Ende 2018 geben. „Bleibt es bei der aktuellen Entwicklung, werden wir Anfang 2018 das Projekt für den Landkreis Gießen bereits abgeschlossen haben“, berichtet Landrätin Anita Schneider zum Stand der Planungen. Derzeit verfügen mehr als die Hälfte der Orte im Kreisgebiet bereits über das schnelle Internet. Nach einer Ausschreibung beginnt nun die zweite und letzte Phase des Breitbandausbaus im Landkreis Gießen. 

Ein Blick zurück: Im vergangenen Sommer startete eine Markterkundung und Ausschreibung für die noch nicht ausgebauten Gebiete, inklusive vieler Kernorte und -städte. Für diese Markterkundung wurde der Markt abgefragt, wo Eigenausbauabsichten von privaten Unternehmen vorhanden sind. Nur wenn dies nicht gegeben ist, darf kommunal (teil-)finanziert ausgebaut werden. „Auf die Markterkundung haben mehrere Unternehmen reagiert und Eigenausbauabsichten angemeldet“, berichtet die Landrätin. Es wurde juristisch und technisch geprüft sowie Verhandlungen mit den Anbietern geführt. Letztlich konnten die Absichten für einen Eigenausbau von zwei Anbietern über vertragliche Vereinbarungen abgesichert werden. 

Die Ergebnisse der Markterkundung führten dazu, dass das Versorgungsgebiet in der Ausschreibung auf 30 Ortsteile reduziert worden ist. Die Ausschreibungsfrist lief Ende Januar aus. Abgegeben wurde lediglich ein Angebot. „Aktuell werden Details dazu sowie Fragen der finanziellen Förderung mit Land und Bund geklärt“, berichtet Anita Schneider, „davon hängt derzeit noch die Erteilung des Zuschlags ab.“ 

Auf Grundlage des Angebotes ist mit einem Ausbauzeitraum für die 30 Ortsteile von rund 24 Monaten zu rechnen. „Der Landkreis wird also Anfang 2018 komplett mit Breitband versorgt sein“, prognostiziert die Landrätin bei Zuschlag und einem idealen Verlauf des ambitionierten Versorgungsprojektes. „Um so transparent wie möglich vorzugehen, ist eine Infoplattform im Internet geplant“, fügt sie hinzu. Diese soll sowohl Ausbauplanung als auch Ausbaustand enthalten sowie über die in den Ortsteilen zukünftig vertretenen Anbieter und verfügbaren Angebote informieren.